Spiegelglattes Meer

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Schon lange Zeit sehe ich mir wunderschöne Langzeitbelichtungen vom spiegelglatten Meer im Internet an und habe mir immer gewünscht das selbst mal auszuprobieren. Da wir schon recht früh unseren Urlaub geplant hatten und der praktischerweise ans Meer ging, recherchierte ich ein bisschen, besorgte mir einen ND-Filter und freute mich total. Unser gemietetes Haus, in dem wir uns Ende Juni eine Woche lang erholen wollten, war nur 350 m vom Meer entfernt, also packte ich gleich meinen Krempel zusammen und flitzte ganz aufgeregt runter zum Wasser. Dass ich ein großer Fan von Stegen und Brücken bin, habe ich wahrscheinlich schon mal irgendwo erwähnt. Dort hatte ich beides. Das Ufer war mit gleich drei Stegen bebaut und in der Ferne konnte man die Brücke Storebæltsbroen sehen, die Seeland und Fünen verbindet. Es war toll!

Da ich etwas spät losgegangen bin, musste ich mich mit dem Aufbau beeilen und schnell ein gutes Motiv finden bevor die Sonne komplett weg war. Der Himmel war fast wolkenfrei und in ein tolles Orange getaucht, was ich unbedingt einfangen wollte. So stellte ich mich mit Stoppuhr und Fernauslöser hinter mein Stativ und wartete auf ein super Bild. Da es mein erster Versuch war, wartete ich eigentlich erstmal auf überhaupt irgendein Bild. Nach zwei Minuten war es soweit: Meine ausgerechneten Kameraeinstellungen haben gestimmt und ich war vom Ergebnis wirklich begeistert! Das Meer war glatt, die Farben toll und der Steg scharf. Ich freute mich ein bisschen und überlegte mir gleich das nächste Motiv.

An diesem Abend schaffte ich nur vier Bilder (von denen zwei ein identisches Motiv hatten), da der Aufbau, das Rechnen, Kameraeinstellungen, Belichtungszeiten und Bildberechnungen in der Kamera recht lange dauerten. Ein paar Tage später startete ich einen zweiten Versuch.

An diesem Abend waren mehr Wolken am Himmel, sodass dieser noch bunter wirkte. Leider wurde es sehr schnell dunkel und kalt, weshalb ich nur zwei Bilder gemacht habe.

Ich finde, für den ersten Versuch sind die Fotos sehr gut geworden. Sie spiegeln die tollen Farben des Sonnenuntergangs und die Ruhe wider, die das abendliche Meer ausstrahlt.
Hoffentlich bin ich bald wieder am Meer! Die Langzeitbelichtungen haben wirklich Spaß gemacht!

Auf der Brücke – mit Carina

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Am Sonntag war ich mit Carina und ihrer Freundin am anderen Ende der Welt – in Spandau – unterwegs. Geplant war ein kleines Fotoshooting am Wasser, nahe der dort liegenden Segelboote. Da ich mich gerne auf die Gegebenheiten der Location vorbereite, machte ich mir eine Menge Gedanken, wie man Porträt und Segelboote, die relativ weit weg stehen und Stege, die wahrscheinlich privat und abgesperrt sind, kombinieren könnte. Laut Google sollte es dort auch einen kleinen, ganz netten Strand geben, weshalb ich hoffte, diesen zu finden und dort kreativere Einfälle zu haben, als Kopf vor Boot.

Nachdem ich schon eine halbe Stunde zu spät angekommen war, da ich unterwegs festgestellt habe, dass meine Fahrkarte zu Hause liegt und ich somit nochmal zurück musste, trafen wir uns schließlich am Bahnhof und fuhren den Rest mit dem Auto. An der Location angekommen, schauten wir uns eine Weile um, gingen bis zum Ende des Weges, der am Wasser entlang führte, trafen auf Familie Schwan und beschlossen woanders hinzufahren. So viel zum Thema Vorbereitung. 🙂

Die neue Idee war, zu einer Brücke zu fahren, die in der komplett anderen Richtung lag. Somit war schon eine Stunde vergangen, bis wir schließlich anfangen konnten. Dort angekommen, fiel unser Blick zuerst auf die tollen lila Blümchen, die auf der Wiese neben dem Weg wuchsen. Da Carina ein lila Shirt trug, blieb ihr natürlich nichts anderes übrig, als sich gleich zum Anfang in die Wiese zu werfen und für ein paar florale Porträts zu posieren.

Auf dem Weg zur Brücke entrannen wir nur knapp diversen Unfällen, da viele Radfahrer dort scheinbar blind mit einem Wahnsinns-Tempo rum rasen. Auf der Brücke selbst, war es nicht besser. Ständig mussten wir zur Seite springen um nicht platt gemacht zu werden. Ich finde, für diese anstrengende Umgebung, ist ihr Gesichtsausdruck recht gelassen.

Leider fing es nach kurzer Zeit auch schon an zu regnen, sodass wir nicht wirklich viel Zeit hatten um uns aufeinander einzuspielen. Ich hatte das Gefühl, dass wir abgebrochen haben, als ich noch gar nicht wirklich drin war. Aber trotz der störenden Radfahrer und der kurzen Zeit, sind ein paar schöne Bilder entstanden. Ich hoffe, wir wiederholen das nochmal bei besserem Wetter und mit mehr Zeit.